22.12.2014

news blog logo
news menu leftnews menu right

ANZEIGEN

nele-ausg1323-pf.jpg
tsv-frickenhausen-ausg1422-pf.jpg
oechsner_ausg1322.jpg

Lokales


Ochsenfurter Adventsgässle mit tollem Abschluss am Sonntag PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 18. Dezember 2014 um 13:47 Uhr

Zum 13. Mal präsentierte sich das Adventsgässle in der Ochsenfurter Altstadt, das im Jahr 2002 zum ersten Mal unter der Regie von NOKI ins Leben gerufen wurde, wie die Marketing-Managerin der Stadt Ochsenfurt, Dr. Petra Gold, auf Nachfrage mitteilte. Von Anfang war eine der heutigen Initiatorinnen, nämlich Renate Lindner, mit dabei.
Ihre langjährige Mitstreiterin Christine Nagel kümmerte sich in den Anfangsjahren vor allem um den burkadinischen Kastenhof und wurde später mit ins Boot der Gesamtorganisation genommen, so Dr. Gold gegenüber Hallo-Maintal. Und dieses Zwei-Frauen-Team, zusammen mit ihren Mitstreitern, machte ihre Sache auch in diesem Jahr sehr gut, auch wenn sie sich erst sehr kurzfristig entschlossen, auch heuer wieder die Organisation zu übernehmen.
Waren anfangs zur nicht offiziellen Eröffnung am Samstag um 14:00 Uhr die Menschen noch eher rar, so konnte sich der Samstagabend und der gesamte Sonntag durchaus sehen lassen. Da schreckte auch der leichte Nieselregen niemanden ab, die vielen tollen Stände zu besuchen. Wenngleich auch mancher Besucher die Eröffnungsrede eines Offiziellen der Stadt oder des Verkehrsvereins vermissten, so konnten der Chor der Mittelschule unter der Leitung von Volker Deml und die Darbietungen der Kids vom Kindergarten rechts des Mains die Stimmung nicht vermiesen und sorgten für einen gelungenen Auftakt des Adventsgässle’ 2014.
Und nachdem die Stadt dann auch im Bereich der Hauptstraße durch Ernst Lindner in Privatinitiative gesperrt wurde, war alles wieder gut. Die Absperrvorrichtung stand zwar in der Sterngasse gegen eine Hauswand gelehnt, doch aufgestellt wurde sie offensichtlich nicht. Ernst Lindner war es auch zu verdanken, so „Sassi“ Burkard Freitag, der am Sonntagnachmittag die Lichter in der Badgasse wieder zum Leuchten brachte, waren die wohl wegen eines Kurzschlusses gänzlich ausgefallen, wie übrigens auch im letzten Jahr, wie einige Zeitzeugen berichteten.
Und was wurde geboten? Weihnachtliches aus dem Erzgebirge, Weihnachtsgebäck, heiße Maronen, Glühwein samt Eintopf, Puppentheater, dargeboten in der Bibliothek von Gerold Hohe, eine Ausstellung zur Erinnerung an Elisabeth Groß, im Klingentorturm die Stadt in alten Bildern, die historische Weihnachtskrippe in St. Andreas, Christbaumverkauf durch die Mitglieder des OCC vor dem Rathaus, Kunstvolles im großen Sitzungssaal des Rathauses, am Ziehbrunnen Literarisches und Kulinarisches, weihnachtliche Leckereien und Zuckerwatte im Schneckenhof, Drifftwood-Art im ehemaligen Biergarten der Weinstube Fröhlich, viel Handwerkliches und selbst Gebasteltes im burkadinischen Kastenhof und vieles mehr in der Spitalgasse und im Spitalhof.
Dort wurde am Samstag um 15:00 Uhr auch der neue Nikolaus mit seinen Engeln vorgestellt, zusammen mit der neu gekürten Zuckerfee Selina Sönmez. Im Gewand des Nikolaus steckte Andrea Trumpfheller und die Engel waren vertreten durch Marie Oechsner und Sarah Mania. Zu einem spontanen Auftritt sorgte der Posaunenchor der evangelischen Kirche in der Spitalgasse, unter anderem mit Pfarrer Friedrich Wagner. Besonders schön erleuchtet waren an den Abenden der Kastenhof, wo ebenfalls viel Weihnachtliches geboten wurde, sowie ein Glückraddrehen durch den Lions-Club mit höchst attraktiven Gewinnpreisen.
Zu hören war auch die Oberelsbacher Bläser, die von der Anhöhe vor der St. Andreas Kirche weihnachtliche Klänge ertönen ließen und viel Beifall erhielten. „Das ist von dort viel besser, wie von ganz oben, da dann die Klänge viel besser zur Geltung kommen“, wussten einige Zuhörer sehr positiv zu berichten. Am Abend des ersten Veranstaltungstages fand in der Kreuzkirche ein adventliches Konzert mit dem Ochsenfurter Frauenchor „Main-Klang“ statt. Zum Abschluss am zweiten Tag dann ein Kultfilm im Kino Casablanca.

Text und Bilder: Walter Meding

 

Eine tolle festliche Stimmung herrschte nicht nur am Marktplatz am Sonntagabend                         
 

 
Emotionslose Bürgerversammlung brachte keine „Wundertüte“ in Sachen Leerstände in der Altstadt zuta PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 18. Dezember 2014 um 13:46 Uhr

Gut 100 Bürgerinnen und Bürger waren der amtlichen Einladung der Stadtverwaltung Ochsenfurt gefolgt und haben sich im beheizten Schützenhaus versammelt, um zu erfahren, was das neue Stadtoberhaupt zu berichten habe und dieser Bericht konzentrierte sich im Gegensatz zu sonstigen vorhergehenden solcher Versammlungen auf die Person des Bürgermeisters Peter Juks. Seine Sachgebietsleiter waren zwar anwesend, mussten aber bei den anschließenden Nachfragen eher nicht zu Rate gezogen werden.
„Ochsenfurt muss das Ziel haben, die größte Stadt im Landkreis zu bleiben“, war gleich zu Beginn seine klare Botschaft und hatte da auch gleich einen Lösungsansatz parat. Um dies zu bewerkstelligen, ist es notwendig, die Gewerbeflächen auszuweiten und Ochsenfurt darüber hinaus attraktiv zu machen. Dazu verwies er unter anderem auf einen Beschluss des Stadtrates vom 23. Oktober 2014, aus dem hervorgeht, Ochsenfurt zur „Fair-Trade-Stadt“ zu benennen. Darüber hinaus sei es immens wichtig, Ochsenfurt professioneller darzustellen. Dies sei vor allem durch die Einstellung einer Vollzeitkraft im Stadtmarketingbereich notwendig. Die Kosten dafür soll aber nicht alleine nur durch die Stadt getragen werden. Hier sei die Unterstützung aller an diesem Projekt beteiligten Vereine, Institutionen, Betriebe und Geschäfte notwendig. Das Stichwort „Image-Verein“ machte auch in dieser Versammlung die Runde.
Im weiteren Verlauf der Versammlung informierte das Stadtoberhaupt darüber, dass die städtischen Kindergärten ein jährliches Defizit von einer Millionen Euro ausweisen. Im Vergleich zum Landkreis biete allerdings Ochsenfurt noch sehr moderate Gebühren an. In der Grundschule gehen derzeit 347 Kinder zum Unterricht, 134 davon in die Ganztagsschule, 268 Schüler in die Mittelschule, 69 nutzen hier die Ganztangsbetreuung. Im Jugendzentrum sind mit Dirk Barthel und Rebekka Holderried zwei neue Führungskräfte angestellt. Mit 100.000 Entleihungen kann sich auch die Bibliothek mit ihren vielen Auszeichnungen, auch Deutschlandweit, sehen lassen, berichtete Peter Juks stolz.
Ein Manko sei derzeit auch die Organisation der Jahrmärkte, was wohl auch auf die Sicherheitsvorkehrungen zurückzuführen sei, erklärte der Versammlungsleiter. „Ab April sollen die Märkte wieder attraktiver gestaltet und ausgeweitet werden“, erklärte er im weiteren Verlauf und zog hier auch das Gelände des ehemaligen Fußballplatzes am Floßhafen mit ins Visier.
Der deutliche Rückgang der Übernachtungszahlen von 14 Prozent macht Juks sehr zu bedenklich. „So, wie bisher, kann Ochsenfurt nicht mehr weitermachen!“ war seine klare Botschaft. Wenn nicht umgehend strukturelle Veränderungen herbeigeführt werden und nicht baldigst eine Vollzeitkraft in Sachen „Marketing“ eingestellt würde, „dann wursteln wir halt so weiter“, gab Juks unmissverständlich zur Kenntnis. Auch die Neugestaltung des Mainufers ist elementar wichtig, aber auch der Bereich der „alten Baywa“ muss ins Konzept miteinbezogen werden. Mitte 2015 soll auch die neue Schiffsanlegestellte voll funktionsfähig sein. „Trotz angespannter Finanzlage, muss hier umgehend was getan werden“, informierte er im Rund der gut 100 Ochsenfurterinnen und Ochsenfurter.
Auch zur Thematik Asylbewohner nahm Peter Juks klar Stellung. Der Stadtrat habe sich frühzeitig mit diesem Thema befasst, um nicht irgendwann vor vollendeten Tatsachen gestellt zu werden. Fraktionsüberschreitend habe er Zustimmung und Signale erhalten, in dem ehemaligen Kindermanngebäude einer Unterkunft für Asylbewerber zuzustimmen.
Am Ende wurden dann noch eingegangene Anträge abgearbeitet. So wurde ein Antrag auf Verlängerung des Ferienspielplatzes abgelehnt. In Sachen „Taubenplage“ seien der Verwaltung die Hände gebunden, man werde aber darüber nachdenken, vielleicht einen zweiten Standort für ein Taubenhaus zu planen.  Für die Pflege von Grünflächen oder der Friedhöfe suche die Stadt rüstige Rentner, die auf der Basis geringfügig Beschäftigter solche Arbeiten übernehmen würden. Den Schutz gegen den Bahnlärm kommentierte Klaus Achstetter mit den Worten „In Berlin wurde die Mauer abgerissen, in Ochsenfurt will man sie aufbauen“ und erntete viel Zustimmung. Robert Bausewein hinterfragte die Mehrkosten am Feuerwehrhaus in Kleinochenfurt. „Ich will das so nicht bewerten, die Zahl ist halt so im Haushalt gelandet“, kommentierte dies Peter Juks.
Robert Bausewein würde in einem anderen Antrag gerne eine Rechts-Vor-Links-Regelung im rechtsmainischen Gebiet sehen, um so der Raserei entgegenzuwirken, was wohl durch die hohen Steigungen vor allem im Winter eher problematisch sein dürfte, erklärte hierzu der Verwaltungsleiter Wolfgang Duscher.
Die Arbeit der uniformierten Verkehrsüberwacherin sieht Bruno Bardorf als eher kontraproduktiv was das kurzfristige Einkaufen angehe und musste sich hier aber von einem Zuhörer belehren lassen, dass die Dame lediglich hier ihren Dienst tue und nichts dafür könne, dass die Stadt durchaus mögliche Flächen nicht als Parkbuchten anbiete, was allgemeine Zustimmung in der Versammlung erfuhr.  
Dass Sitzbänke in der städtischen Anlage wohl von einigen Skateboardfahrern zunichte gemacht wurden, monierte Horst Hartel. „Mir fehlen die Visionen für die Altstadt in Ihrem Vortrag und was wird gegen die Leerstände, auch privater Natur, von seitens der Stadt getan“, wollte Klaus Müller wissen.
Dem entgegnete Peter Juks einmal mehr, dass die Vermarktung der Stadt durch eine Vollzeitkraft ein ganz elementarer Gesichtspunkt sei und schloss die Sitzung, nachdem keine weiteren Fragen mehr gestellt wurden.

 Text und Bilder: Walter Meding

 

Die Einstellung einer Vollzeitkraft in Sachen „Marketing“ war die klare Botschaft von Bürgermeister Peter Juks in der Bürgerversammlung

 
„Die Sparkasse ist ein Glücksfall“ PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 18. Dezember 2014 um 13:44 Uhr

Das erklärte Johannes Wolf von „Ars Musica Aub e. V. im Rahmen einer symbolischen Scheckübergabe von insgesamt 28.400 Euro in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Mainfranken in Würzburg vor zwölf weiteren Spendenempfängern und gegenüber dem Stiftungsvorsitzenden und Landrat Eberhard Nuß, dessen Stellvertreter und Ochsenfurter Bürgermeister Peter Juks,  sowie dem Sparkassen Vorstandsvorsitzenden Bernd Fröhlich, dem Vorstandsmitglied Jens Rausch, sowie den Gebietsdirektoren Burkhard Ziegler und Werner Hümmert und dem Bereichsdirektor Rainer Ankenbrand.
Zunächst begrüßte der Vorstandvorsitzende der Sparkasse Mainfranken, Bernd Fröhlich, seine Gäste. „Diese halbjährige Scheckübergabe sei eine gute Tradition der Sparkassenstiftung“, informierte er, übergab das Wort an den Stiftungsvorsitzenden Landrat Eberhard Nuß und dieser erklärte unumwunden, sich immer auf diesen Termin sehr zu freuen. „Schon bei der ersten Übergabe im Jahr, kam ich mir vor wie der Nikolaus im Sommer“ und lockerte mit dieser humoristischen Einlage gleich zu Beginn der Veranstaltung die Atmosphäre im Veranstaltungsraum der Sparkasse in der Hofstraße höchst positiv auf.
So erfuhren die Anwesenden auch von den Projekten der anderen Spendenempfänger, welche diese in einem kurzen Statement vorstellten. Der Ruderverein in Ochsenfurt verwendet den Zuschuss für ein Ruderergometer.  Die Stadt Röttingen benötigt den Betrag zum Theaterworkshop „Sommernachtstraum“ der Frankenfestspiele im Jahr 2014. Danke sagte der Sommerhäuser Bürgermeister zur Unterstützung des Sommerhäuser Projektes „Terroir f – Die magischen Orte des fränkischen Weines“ in seinem Ort.
Prof. Dr. Alexander Schraml wird für sein Kommunalunternehmen den Stiftungszuschuss dazu verwenden, Präsente für die ehrenamtliche Personen anzuschaffen, welche sich unermüdlich in den Dienst der Nächsten stellen. Dabei war es im ganz wichtig festzustellen, dass dieser Zuschuss nicht den Pflichtbeitrag von Amtswegen seines Kommunalunternehmens ersetzt.
Einen stattlichen Zuschuss erhielt auch der TSV 1874 Erlabrunn e. V. zur Restaurierung der in die Jahre gekommenen Vereinsfahne. Für die Veranstaltungsreihe der Volkshochschule Ochsenfurt „Auch morgen hier – Zukunft in unserer Region“ bedankte sich Vanessa Falk. Und dass die Bibliothek in Ochsenfurt sich auch den modernen Kommunikationsmitteln nicht verschließt, bewies sie mit der Anschaffung eines E-Book-Readers samt Tablet-PC für ihre Institution der Stadt Ochsenfurt, für das der Zuschuss verwendet werden wird.
Pfarrer Friedrich Wagner von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in Ochsenfurt benötigt den Zuschuss zur Renovierung des Gemeindehauses an der Christuskirche und bedankte sich ebenfalls sehr herzlich. Ebenfalls in Ochsenfurt finden Fahrradtouristen und Spaziergänger in Goßmannsdorf entlang des Mains am Radweg unterhalb des Bahnhofes eine neuinstallierte Ruheinsel  vor. Zur Anschaffung von Bänken und einem Tisch, sowie der Bepflanzung eines Baumes wird dieser dankenswerte Zuschuss verwendet, erklärte Bürgermeister Peter Juks.
Zur energetischen Sanierung und Instandsetzung des Gemeindehauses der Kirchengemeinde in Lindelbach wurde der Zuschuss angelegt, erklärte hierzu Frau Eybe Horster. Der Kunstrasen beim TSV Estenfeld erfuhr die finanzielle Unterstützung durch die Sparkasse Mainfranken, informierte dessen Vorsitzender Rudolf Krieger. Ein Gemeinschaftsprojekt der Vereine in Holzkirchen war die Anschaffung einer Küche für das alte Feuerwehrhaus am Marktplatz. Jürgen Hannaske vom FC Holzkirchen 1949 bedankte sich hier im Auftrag aller Beteiligten für die Gabe der Sparkasse Mainfranken.
In der anschließenden Feierstunde tauschten sich alle Beteiligten noch redlich aus und wünschten dem Sparkassenteam alles Gute für die anstehenden Feiertage und der Jahreswende.

 Text und Bild: Walter Meding

Es weihnachtet sehr in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Mainfranken in Würzburg, anlässlich der symbolischen Scheckübergabe von 28.400 Euro an 13 Vereine und Institutionen am Tag der Barbara, dem 4. Dezember 2014.

 
Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand hat uns für immer verlassen PDF Drucken E-Mail
Montag, 08. Dezember 2014 um 12:00 Uhr

Nur allzu gut sind sie noch allen Ochsenfurterinnen und Ochsenfurtern in bester Erinnerung: All die vielen Messen an den Ostermontagen, Pfingstmontagen oder an den zweiten Weihnachtsfeiertagen, all die Fahrzeugsegnungen im Ort und ganz aktuell die Messe zum Tag der Franken, zelebriert von unserem Ochsenfurter und Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand!
Diese wunderschönen Messen, gespickt auch mit viel feinem Humor, wird es nicht mehr geben. Nur zu gut erinnere ich mich an die Messe am Tag der Franken, als ein kleines Kind im Schoß seiner Mutter anfing zu weinen, während Dr. Karl Hillenbrand seine Messe las und dieser spontan sagte: „Ja ist ja schon gut, ich bin ja gleich fertig“ und brachte so alle Besucherinnen und Besucher, wie auch den bayerischen Innenminister, herzhaft zum Lachen.
Das ist, nein – das war, unser Karl, das war Dr. Karl Hillenbrand, wie er leibte und lebte! „Danke dafür, dass es Sie gab“, kann ich an dieser Stelle nur entbieten. Vieles ist geschrieben, vieles haben wir bereits den Medien vernommen, daher sollen an dieser Stelle all die Wiederholungen unterlassen bleiben.
So habe ich einige Ochsenfurterinnen und Ochsenfurter zum plötzlichen Ableben ihres beliebten Mitbürgers und Priesters befragt.
Pfarrer Oswald Sternagel: Dr. Karl Hillenbrand war seiner Heimatstadt Ochsenfurt sehr verbunden, der hiesigen Pfarrgemeinde sowieso. Über seinen Vater ist er hier reingewachsen. Er hat sogar als Ministrant gewirkt, als sein Vater in der Klosterkirche noch als Messner tätig war. So hatte der Verstorbene auch zur Krippe, die mittlerweile in die Stadtpfarrkirche versetzt wurde, einen ganz besonderen Bezug. Für mich war er in seiner Eigenschaft als Generalvikar ein Mann, der immer ein offenes Ohr für die besonderen Probleme und Schwierigkeiten im Beruf eines Pfarrers hatte.
Pfarrer Friedrich Wagner – Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde: Wenn jemand so plötzlich stirbt, macht einen sehr betroffen. Wir haben damals zusammen die Brücke eingeweiht, wir waren zusammen beim Tag der Franken. Er war von der Position weit über mir und es war sehr schön festzustellen, dass er nie abgehoben war und immer auch ein offenes Ohr für die Ökumene hatte.  Er hat dies sehr ernst genommen, dies hat man deutlich gespürt. Er konnte auch das Fränkische sehr gut zum Ausdruck bringen, nicht zuletzt auch in feinen Versen oder Reimen.

Peter Juks – Bürgermeister: Ein populärer Sohn unserer Stadt ist leider nicht mehr unter uns. Der plötzliche Tod von Dr. Karl Hillenbrand hat uns alle sehr erschüttert. Die tiefe Verbundenheit mit seiner Heimatstadt zeigte sich auf vielfältiger Weise. Wir erinnern uns an seine nachdenklichen Worte anlässlich eines Neujahrsempfangs,  ob bei der großen Hitze zur Einweihung der alten Mainbrücke oder bei Kälte und Regen zur kirchlichen Segnung der Brücke in Goßmannsdorf. Für Ochsenfurt war Dr. Karl Hillenbrand immer da. Unvergessen auch seine Predigt am Tag der Franken mit der von ihm verfassten Strophe des Frankenliedes – eine Hommage für seine Heimatstadt. Dr. Hillenbrand wird immer einen Platz in unserer Mitte haben. Unser Mitgefühl gilt seinem Vater und seinen Geschwistern.
Rosa Behon – CSU Vorsitzende und 2. Bürgermeisterin: Ich bin total geschockt. Er war ein ganz feiner Mensch. Seine Arbeitsbelastung hat man ihm nicht angemerkt. Er hat für alle ein offenes Ohr gehabt. Vor kurzem war er noch als Schirmherr bei der 60-Jahr-Feier der KLJB in Hopferstadt. Wir werden ihn sehr vermissen.
Joachim Beck – Unternehmer: Die traurige Nachricht vom plötzlichen Tod von Karl, hat mich, meine Familie und unser gesamtes TEAM Elektro Beck sehr bewegt. Karl war für die Familie Beck immer ein verlässlicher Hirte, wenn es um die Beziehungen zu Gott und den Menschen ging. Meine Eltern konnten ihn schon bei seiner Weihe zum Priester nach Rom begleiten. Es bestand ein tiefes inniges und persönliches Verhältnis auch zu den Eltern von Karl - Marianne und Heinrich. Bei vielen Gelegenheiten hat Karl mir Halt und Richtung in meinem Tun als Unternehmer und Mensch gegeben. Firmenfeiern und Einweihungen des TEAM`s Elektro Beck begleitete er mit kirchlicher Würde, aber auch mit menschlichen Anekdoten. Meine Familie und ich werden ihn so wie er war, demütig, bestimmt und richtungsweisend zu Gott, in Erinnerung behalten. Der tiefe Schmerz über den Verlust möge sich bald in eine dankbare Erinnerung an Karl Hillenbrand verwandeln.
Franziska Metzger – KLJB Hopferstadt: Als Mitarbeiterin der Diözese befragte ich Dr. Hillenbrand, ob er als Schirmherr zu unserer 60-Jahr-Feier der Katholischen Landjugendbewegung in Hopferstadt wirken würde. Da sagte er ohne lange zu überlegen zu, schließlich sei es auch eine Veranstaltung in seinem Heimatort, dem er sehr verbunden sei. Am Tag des Festes hielt er eine sehr ergreifende Messe im Festzelt, die viele Jugendliche im Anschluss als absolut „cool“ bezeichneten.
Paul Mohr – Vorsitzender Volkstrachtenverein Ochsenfurt: Ich kenne ihn seit langem und habe mit ihm sogar zusammen ministriert. Das war in der Zeit ab 1961 für zirka zehn Jahre. Ich erinnere mich gerne, als wir zusammen in der Klosterkirche ministriert haben. Das war immer sehr schön. Schon damals konnte man auch seine humorvolle Ader feststellen. Aber auch privat war ein sehr naher Kontakt vorhanden. Er hat zum Beispiel alle unsere Kinder getauft. Er hat meine Tochter getraut. Zum Jubiläum des Trachtenvereins war es ebenfalls Dr. Karl Hillenbrand, der für den in Rom befindlichen Stadtpfarrer in die Bresche sprang und den Gottesdienst zelebrierte. Alle waren sehr begeistert von seinem Gottesdienst. Wir sind nicht nur in unserer Familie tief betroffen vom Ableben eines guten Freundes. Als er Generalvikar geworden ist, fragte ich ihn: „Muss ich jetzt „Sie“ zu Dir sagen“, was er natürlich lachend ablehnte.
Abdulmesih Yüksel – Gemeinderat der Syrisch-Orthodoxen Kirche WÜ/OCH: Unsere Familie und die Pfarrgemeinde ist mit der Familie Hillenbrand sehr befreundet. Vater Heinrich ist sogar Ehrenmitglied in unserer Gemeinschaft. Als sein Sohn, Dr. Karl Hillenbrand, Leiter des Presseseminars wurde, waren wir zu vielen Veranstaltungen eingeladen. Es wurden immer gute Gespräche geführt. Sein Ableben ist ein großer Verlust für die Menschheit.
Rainer Friedrich – Nachbar: Sein Wirken und seine Persönlichkeit haben mit einzigartigem Beispiel Zeichen für alle Gläubigen gesetzt. Seine aufopfernde Fürsorge und seine angenehmen, menschlichen Umgangsformen auf Augenhöhe werden uns allen sehr fehlen. Die Bürger seiner Heimatstadt dürfen stolz und dankbar auf das zurückblicken, was er zum Ansehen unserer Stadt beigetragen hat. In unserem Herzen wird er immer bei uns sein.
Sieglinde Stryjski: Wir sind zusammen zur ersten heiligen Kommunion gegangen. Das war am 13. April 1958. Man kann es fast nicht glauben, dass so ein Mann so früh schon verstorben ist, hat man doch gedacht, dass gerade er einen guten Draht nach oben hat. Die Nachricht seines Ablebens hat uns alle hier sehr geschockt. Wir werden ihn in bester Erinnerung behalten.

Die Beisetzung von Dr. Karl Hillenbrand fand am vergangenen Samstag, im Dom zu Würzburg statt und nahezu 2.000 Menschen wohnten der Trauerfeierlichkeit bei, ergänzt von vielen prominenten Personen aus Politik, Kultur und Kirche.

 

Voller Lebensfreude und Humor: Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand am Pfingstmontag in „seiner“ Pfarrgemeinde mit den Ministranten und dem Stadtpfarrer Oswald Sternagel.                            Text und Bilder: Walter Meding

 
« StartZurück12345678910WeiterEnde »

Seite 1 von 71

Statistik

Seitenaufrufe : 680903

Powered by Hallo! Maintal. Designed by: Joomla Theme, postgresql sequence. Valid XHTML and CSS.