01.08.2014

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Lokales


Schnelles Eingreifen der Werksfeuerwehr verhindert Explosion bei Tecosol GmbH PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 23. Juli 2014 um 10:26 Uhr

Am Montagvormittag des 21. Juli 2014 heulten die Dachsirenen im Maintal einiger Feuerwehren und kurz darauf war ein erheblicher Einsatz von Feuerwehren mit Martinshorn und Blaulicht zu vernehmen. Auslöser dafür war eine Brandmeldung im Bereich der Tecosol GmbH östlich der Zuckerfabrik.
Wie Kreisbrandinspektor Alois Schimmer vor Ort mitteilte, führten Flexarbeiten an einem Ethanol-Behälter zu einem Brand im Inneren des Gebäudes. Dem schnellen Eingreifen der Werksfeuerwehr der Südzucker AG mit der dann folgenden Unterstützung aus Ochsenfurt, Frickenhausen, Goßmannsdorf, Hohestadt und Marktbreit,  konnte der Brand schnell kontrolliert und gelöscht werden, sodass eine größere Katastrophe einer möglichen Explosion verhindert werden konnte. Gegen 11:15 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.

Weksfeuerwehr im Einsatz bei Tecosol         
Text und Bild: Walter Meding

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 23. Juli 2014 um 10:27 Uhr
 
Im Nachhinein gab es einige Kritik zum Tag der Franken PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 23. Juli 2014 um 10:25 Uhr

Auf 30.000 Besucherinnen und Besucher hatte sich die Stadt Ochsenfurt für den Tag der Franken am 6. Juli 2014 eingestellt und alles unternommen, um die dafür notwendigen Vorkehrungen zu treffen und zwar in Sachen Gastronomie, Vereinsbewirtung, Sicherheit und öffentliche Ordnung.
Der Tag der Franken ist Geschichte, was blieb war Ratlosigkeit, verbale Schelten von Vereinsvertretern und massenhafte eingestampfte Prospekte bzw. Flyer zu diesem Tag. Wie kam diese Zahl 30.000 in die Öffentlichkeit und das würde auch den geschäftsleitenden Beamten der Stadt Ochsenfurt, Wolfgang Duscher, brennend interessieren, war er ja schließlich mit hauptverantwortlich für die Organisation dieser Eventage?
„Bis zu 30.000 Personen lockte dieser offizielle Tag in der Vergangenheit u. a. schon in Miltenberg und Bad Kissingen an und auch Ochsenfurt sollte gewappnet sein. Hier rechnen die Organisatoren des Bezirks mit ca. 10.000 Besucherinnen und Besucher. Und das Motto dieser Festivität steht ganz unter dem Zeichen „Franken – Hier schlägt Main Herz“, so die klare Aussage in der Pressekonferenz im großen Sitzungssaal des Rathauses im März des Jahres, nachzulesen mit diesem Zitat in der Ausgabe von Hallo-Maintal vom 12. März 2014!
„Wer lesen und zuhören kann, ist im Vorteil“, könnte man nun polemisch nachkarten. Das wäre aber zu einfach, um sich aus diesem Dilemma herauszustehlen. Wer dieses Zitat von Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel richtig interpretiert, könnte auch herauslesen, dass in Miltenberg und Bad Kissingen zusammen 30.000 Besucher/innen anwesend waren. Tatsache aber ist, dass exakt von 10.000 Personen in Ochsenfurt die Rede war.
Gehen optimistische Schätzungen von Fachleuten und Gastronomen von tatsächlichen 7.000 Besucher/innen aus, so wäre zu ergründen, wo der Rest auf 10.000 geblieben ist? Nun, zum einen wurde keinerlei Werbung an den Ortseingängen per große Hinweistafeln, wie z. B. bei den Jahrmärkten oder zum Bratwurstfest getätigt und zum anderen fehlte jedwede plakative Werbung im weiteren Umland zu diesem Event, galt es doch, auch der Eröffnung des Kilianifestes Paroli zu bieten.
Und dann wäre da wohl noch der Hauptgrund, der sich mittlerweile als der Grund überhaupt entpuppt hat: Viele Besucherinnen und Besucher hatten im Vorfeld dieser Veranstaltung den öffentlichen Medien entnommen, dass vor allem das Parkplatzproblem massiv zutage treten würde, sofern sich die Zahlen nach oben entwickeln. Hatte doch der Landrat höchstpersönlich in selbiger Pressekonferenz sich wie folgt geäußert: „Die vorhandenen Parkplätze rund um Euer Städtchen werden mit Sicherheit nicht ausreichen“, und verwies auf trockene Wiesen oder andere Flächen, die als Parkplätze ausgewiesen sein könnten. Unter anderem diese „Angstmache“, so auch der Pressesprecher des Bezirks, Dr. Markus Mauritz, am Abend des Frankentages, hatte dazu geführt, dass viele Personen gleich zu Hause geblieben sind, aus Angst bei der sengenden Hitze weite Fußmärsche in Kauf nehmen zu müssen.
Aber auch die angekündigten 200 Busse, von wem auch immer diese angekündigt wurden, blieben der Veranstaltung fern und deren Passagiere hätten es tatsächlich nicht weit gehabt, ins Städtchen. Bleibt die Frage nach wie vor offen: Wer hat die Zahl 30.000 in die Welt gesetzt und warum hat man hier von seitens der Stadt nicht gegen gerudert und warum hat man es unterlassen, in der oben genannten Form mit wenig finanziellen Mitteln Werbung zu betreiben. Laut dem Bezirk Unterfranken standen Ochsenfurt alleine für den Tag der Franken Mittel in Höhe von 60.000 Euro zur Verfügung. Wie weit diese Mittel ausgeschöpft wurden ist derzeit nicht bekannt. Für die vorausgegengen Kulturtage standen extra nochmals Mittel in Höhe von 12.500 Euro zur Verfügung. Auch über die Ausschöpfung dieser Mittel ist bisher noch nichts bekannt.  
Die einige Standbetreiber unterhalb der Alten Mainbrücke sehen nicht nur in der fehlenden Werbung die Ursachen für den ausgebliebenen Besucherstrom:


Michael Neudecker – Ochsenfurter Carnevalsclub, Vorsitzender

Es waren sehr wenige Leute hier. Offensichtlich wussten viele nicht, dass auch hier auf diesem Gelände was stattfindet. Scheinbar ist dies auch nicht beworben worden. Die Besucher hier haben sich beschwert, dass es in der Stadt keine Sitzgelegenheiten gegeben habe und hier haben wir auf die Leute gewartet. Wir können froh sein, wenn wir Null auf Null rauskommen. Ein Bus hat heute Morgen hier gehalten. Aus dem sind die Leute ausgestiegen, auf Fahrräder umgesattelt und über die Alte Mainbrücke Richtung WÜ gefahren.


Joachim Ruppert – TSV Goßmannsdorf, Vorstandsmitglied

Wir haben Bratwürste und Steaks, sowie Getränke angeboten. Das Geschäft war sehr schwach. Die Situation war so, dass wir hier auf diesem Parkplatz Zelte, Bänke und Tische aufgestellt haben, da wir doch damit gerechnet haben, zirka 800 bis 1.000 Leute zu verköstigen. Es war sehr schwach besucht. Die Leute konnten sich hier auf dem Platz persönlich begrüßen, weil eigentlich nichts los war. Es war ein großer Schlag ins Kontor. Jede Menge Ehrenamtliche, jede Menge eingekaufte Bratwürste und Steaks, die wir nun wieder eingefrieren dürfen, weil einfach die Prognosen komplett falsch waren, was die Besucherzahlen hier in Ochsenfurt angehen. So weit ich weiß, wurde diese Fläche auch nicht extra beworben. Uns wurde mitgeteilt, dass im Bereich der Innenstadt außer bei den Gastronomen keine weiteren Verköstigung angeboten wird, sodass die erwartet vielen Besuchern hier auf diese Fläche ausweichen müssen. Auch die anderen Stände hier waren ganz schlecht besucht. So kann man sagen: Außer Spesen nichts gewesen. Wir sollten hier einen Ansturm abfangen, der gar nicht da war.


Max Langer – Ochsenfurter FV, Bereichsleiter Bewirtschaftung

Wir haben hier Käsewürfel, Wurstsalat und Bratwürste im Brötchen angeboten teilweise auch verkauft, sowie Getränke. Allerdings ist das Geschäft sehr, sehr schleppend verlaufen. Im Groben haben wir etwa 150 Portionen verkauft, vorbereitet wurden insgesamt 500 Portionen. So mussten wir die restlichen Portionen einpacken und an die Helferinnen und Helfer verteilen. Es war alles in allem sehr enttäuschend. Da wurden zehn- bis dreißigtausend vorher gesagt, das waren doch  nicht einmal 5.000?


Weingut Kreglinger aus Segnitz – Herbert Müller


Wenn man ehrlich ist, war es sicherlich nicht besonders erbauend. Es waren relativ wenige Leute da und auch der Weinkonsum hat sich sehr in Grenzen gehalten. Das hatte wohl zwei Gründe: zum einen war es sehr heiß und  es waren einfach zu wenig Leute da. Wir waren hier in der Peripherie und das war einfach nichts für das Publikum hier.


Wolfgang Betz aus Frickenhausen – Winzerverein Frickenhausen

Wir sind hier von ganz anderen Besucherzahlen ausgegangen. Letztendlich haben sich hier wohl tagsüber einige Gäste hin verlaufen. Wir hatten einen großen Aufwand und letztendlich ist nichts dabei herausgekommen. Es ist bei uns nichts kaputt gegangen, aber mir tun mehr jene leid, die mit Bratwürsten, Steaks und Wurstsalat zu tun hatten. Außer Spesen nichts gewesen, so kann man dies benennen.


Clemens Schneider – Arndt Sicherheit und Service GmbH, Niederlassung WÜ

Er ist mit der Organisation dieser Veranstaltung sehr zufrieden. Es war alles gut vor- und ausgearbeitet und vor allem wurden die Sicherheitsfragen sehr professionell angegangen. Es gab kein „Eventuell“ oder „Vielleicht“, von der seitens der Stadt wurden klare Vorgaben gemacht, mit denen man sich dann auch auseinandersetzen musste. Die Zusammenarbeit mit allen Sicherheitsdiensten war absolut optimal und kam zu keinerlei Zwischenfällen oder gar Unfällen. Die Leute waren sehr zufrieden, verständnisvoll und freundlich.

Zum Abschluss das Frankenlied im vollbesetzten Wohnzimmer Ochsenfurts und danach gingen viele Besucher/innen nach Hause, da vor allem auch mangelnde Sitzplätze außerhalb der Gastronomiebereiche beklagt wurden.                           

Text & Bild Walter Meding

 
Seit 25 Jahren eine Biker-Aktion mit viel Herz PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 23. Juli 2014 um 10:21 Uhr

Seit 25 Jahren bieten Daniela Steuer-Hafner und Peter Schädel aus Randersacker behinderten Menschen aus dem Bereich der Mainfränkischen Werkstätten Würzburg an, einmal im Jahr per Motorrad oder Trike quer durch Mainfranken zu fahren, wie auch am vergangenen Freitag, den 18. Juli 2014. Station zum Mittagessen ist seit einigen Jahren die Lagerhalle in Marktbreit, wo es Bürgermeister Erich Hegwein immer wieder schafft, Sponsoren zu finden, welche diesen Aufenthalt samt Mittagessen finanzieren.
Und um was es bei dieser Aktion genau geht, erklärte Daniela Steuer-Hafner im Interview mit Hallo-Maintal: „Es ging vor 25 Jahren darum, Vorurteile abzubauen, auf beiden Seiten, also bei Bikern und Menschen mit Behinderung. Aus dieser damaligen verrückten Idee, ist eine fruchtbare Zusammenarbeit entstanden. Das Motto lautet seit 25 Jahren: Biker und behinderte Menschen -  Gemeinsam unterwegs.“

Und was meint der Unternehmer und Motorrad-Ikone Peter Schädel dazu: „Zunächst geht es darum, eben diese Vorurteile unter den Menschen abzubauen. Denn als Biker ist man als Rocker  damals abgestuft  und wegen der Kleidung schräg angeschaut worden und genauso geht es auch den behinderten Leuten, die ja auch in Kneipen manchmal gar nicht reingelassen oder bedient wurden.
Und wie hier die Stadt Marktbreit ins Spiel kam, erklärte Bürgermeister Erich Hegwein: „Ich bin selbst Motorradfahrer und bin über einen Freund vor zirka zehn Jahren hier dazu gekommen. Das hat mir sehr gut gefallen und da habe ich mich um Sponsoren bemüht und bin durchweg auf offene Ohren gestoßen. Nachdem unser Lagerhaus auch behindertengerecht ausgebaut ist, organisieren wir hier gerne auch das Mittagessen und den Zwischenaufenthalt der gesamten Truppe. In diesem Jahr konnte ich die Firma GOK und die Firma Ruhl für diese Aktion gewinnen und die Lichtkraft- und Wasserwerk in Kitzingen werden sich im nächsten Jahr beteiligen“.
Los ging es in Randersacker in Richtung Würzburg, um die Mitfahrer aus den Mainfränkischen Werkstätten abzuholen. Dann ging es weiter über Kürnach, Prosselsheim, an der Vogelsburg vorbei nach Abtswind, wo im Weingut Behringer ein Frühstück eingenommen wurde. Organisiert wird diese Fahrt alle Jahre in einer Gemeinschaftsaktion der Mainfränkischen Werkstätten von Daniela Steuer-Hafner und Peter Schedel und diese Aktion wird ausschließlich nur über Spenden finanziert. Die Motorradstaffel der Polizei wird von der Polizeipräsidentin nur für diese gute Aktion von den Kosten freigestellt, genauso wie für jeden Geschäftsbereich die Johanniter, das BRK, der ADAC und die Staffel vom ASB, so Daniela Hafner im weiteren Verlauf des Gesprächs.  
Und zum Schluss ein Statement der Organisatoren, zunächst Peter Schädel: „Super, 25 Jahre unfallfrei und hat es richtig Spaß gemacht, uns Fahrern, wie auch den Behinderten“.
Daniela Steuer-Hafner: „Wir haben in 25 Jahren Bewusstsein geschaffen und Vorurteile abgebaut und es ist nach wie vor eine gelungene Aktion mit sehr viel Herz!“
Erich Hegwein: „Es macht Spaß und man tut ein gutes Werk“.

Das ist ein schönes Gefühl für Günter aus den Mainfränkischen Werstätten WÜ einmal hinter dem  Steuer eines Trikes sitzen zu dürfen. Mit dabei (von links) Peter Schädel, Erich Hegwein und Daniela Steuer-Hafner       

Text & Bild Walter Meding

 
Viel Besuch zum Tag der Franken - Horst Seehofer war der prominenteste Besucher PDF Drucken E-Mail
Freitag, 18. Juli 2014 um 09:14 Uhr

„Das war vom Besuch her ein kleineres Ochsenfest“ hörte man hie und da von Passanten und „wer kommt denn schon bei dieser Hitze in die Stadt“. Beides trifft den Nagel auf den Kopf und dennoch hatten die zirka 10.000 Menschen viel Freude an dem Spektakel um den offiziellen Tag der Franken, der mit viel Aufwand gut vorbereitet wurde. Das Sicherheitskonzept hat funktioniert und Parkplatzprobleme gab es keine keine!
Eines war spätestens seit dem Besuch um 11:00 Uhr in der Stadtpfarrkirche Fall klar: die Franken gehen nicht zum Lachen in den Keller und sie strahlen ein sehr großes Selbstbewusstsein aus. So sprach die Geistlichkeit von der Diaspora außerhalb Frankens, welche es zu versorgen gilt und erweckte so auch die Heiterkeit des Bayerischen Innenminister Hermann. Aber auch ein Gedicht von Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand erhielt viel spontanen Applaus in der vollbesetzten Kirche.  
Nach dem Empfang des Bayerischen Ministerpräsidenten, Horst Seehofer,  vor dem Klingentorturm zogen viele Vereine festlich gekleidet und mit ihren prächtigen  Trachten und bunten Fahnen begleitet von Blasmusik in Richtung Rathaus. Viele Menschen säumten den Weg und winkten den Teilnehmern des Festzug zu.
Und dann folgte der offizielle Teil des „Tag der Franken“, die Festreden. Humorvoll und gespickt mit Spitzen in Richtung Oberbayern angereichert, das gefiel dem Publikum, und sorgte für einige Lacher.
Bürgermeister Peter Juks begrüßte die ganze Bandbreite der  Politprominenz und die Vertreter der Kirchen und Verbände, allen voran den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und dessen Gattin. In Anschluss dankte der Bürgermeister allen Helferinnen und Helfern vom Rathaus über den Bauhof bis hin zu den vielen Rettungskräften und Sicherungsdiensten.
In ihrer Festrede erklärte Landtagspräsidentin Barbara Stamm dem Ministerpräsidenten das Gebiet der Franken in Bayern als eine Art Rucksack, der ab und zu zwickt, wenn man seine Last an ihm trägt. Auch der Hinweis auf die vielen fränkischen Frauen und Männer, die Kunstwerke und andere tolle Erfindungen in die Welt getragen haben, stehen für Franken.
Der Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel erinnerte Horst Seehofer daran, dass er es war, der Unterfranken als das Juwel  bezeichnet hatte, das das Bayerische Königreich gekrönt habe. „Sehr geehrter Herr Ministerpräsident“, so Erwin Dotzel, „so sehen wir das auch!“.
Im Anschluss dann die Festrede des Ministerpräsidenten, der alle Menschen in der Altstadt hier in Franken, im gelobten Land, herzlich begrüßte. Die Fahrt hierher sei für ihn auch eine Bildungsreise, da man meist mit sehr viel Selbstbewusstsein hier her fahre und auf dem Rückweg durchaus dann therapiebedürftig sei. Das hat ihm spätestens seit der 200 Jahrfeier im vergangenen März in Würzburg zu der Frage kommen lassen, ob Unterfranken zu Bayern gekommen sei oder gar umgekehrt. Den Ochsenfurter Bürgermeister Peter Juks bezeichnete er als fürsorglich und barmherzig, da er im Gegensatz zu vielen anderen seiner Berufskollegen in Bayern bis dato noch keine finanziellen Forderung gestellt habe, war sich aber dennoch sicher, dass dies noch kommen werde. So gesehen war es für ihn bisher ein sehr preiswerter Aufenthalt hier in Ochsenfurt, witzelte der Ministerpräsident. Im Übrigen stellte er fest, dass mit ihm zusammen auch der haushaltspolitische Sprecher der SPD Volkmar Halbleib Geburtstag habe, er zwar der Opposition angehöre, aber  es auch dort ganz vernünftige Menschen gebe. Der Staatschef war gut drauf und schaffte es immer wieder mit viel Humor, seinen rhetorischen Beitrag kurzweilig zu gestalten. So bekam er von ihm im Vorfeld dieses Frankentages sehr viel Material über Ochsenfurt geliefert, was er als Altbayer auch gut verstehen konnte, da dies mit sehr viel Bildern bestückt gewesen sei.
In Anschluss dann auch einige Worte mit tiefem und ernsten Hintergrund. Er stellte fest, dass Bayern sich durchaus sehen lassen kann und auch in Randregionen mittlerweile viele Arbeitsplätze geschaffen habe. Mehr als die Hälfte des Länderfinanzausgleichs gehe mittlerweile in die anderen Bundesländer. Auch müsse man den demographischen Wandel genau im Auge haben und aufpassen, dass vor allem im ländlichen Bereich nicht zu viele Schulen, Arztpraxen und Krankenhäuser geschlossen werden. „Das ist unser Auftrag, den wir zu erfüllen haben“ appellierte der Landeschef nachdrücklich. Es ist auch wichtig, dass die bayerische Wirtschaft bei Investitionen den nördlichen Bereich Bayerns immer im Auge hat. „Bayern braucht Franken“, war seine klare Aussage in diese Richtung, um auch jungen Menschen das Leben in den ländlichen Regionen Frankens so attraktiv wie möglich zu gestalten. So bat er die vielzähligen Kommunalpolitiker darum, den Politikern der Staatsregierung auf die Füße zu treten – „Wir brauchen das ab und zu einmal“. Schlussendlich wünschte er den Deutschen die Finalteilnahme bei der WM, verbunden mit einem Sieg zur Weltmeisterschaft.
Die Schlussrede war dem Landrat Eberhard Nuß überlassen. Er bezeichnete diesen Tag als einen der schönsten Tage in seiner Laufbahn als Politiker, da erstmals im Landkreis dieser Tag der Franken stattfand. Den Ochsenfurter Bürger bezeichnete er schlichtweg als den „Ur-Franken“.  Kino Casablanca, der TV Ochsenfurt, aber auch die beiden Brauereien und viele mehr, tun viel dafür, ganz nach dem Motto „Frank und frei“, dass fränkische Traditionen gewahrt werden. „Wir haben hier in Franken den besten Wein der Welt und wir haben mit dem hier gebrauten Gerstensaft das beste Bier der Welt und wahrscheinlich darüber hinaus“, war seine klare Aussage.
Abschließend sangen alle  das Frankenlied und die Honoratioren gingen ins Rathaus, um dort sich im Gästebuch der Stadt einzutragen und den Kauzenumtrunk zu genießen.
Als Resumé bleibt eine anstrengende durchweg erfolgreiche Festwoche, bei der aber leider deutlich weniger Besucher gekommen sind als vermutet. Die Gründe dafür liegen sicherlich nicht nur beim heißen Wetter.

Viel Prominenz im Rathaussaal in Ochsenfurt, kurz nach seinem Amtsantritt hatte Bürgermeister Peter Juks, Horst Seehofer und seine Frau zu Gast                                 
Text und Bilder: Walter Meding

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 18. Juli 2014 um 09:17 Uhr
 
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