28.07.2015

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Lokales


Das Märchen von 65 Jahren und ein Umbau in drei Akten PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 17. Juni 2015 um 21:09 Uhr

Eine Märchenstunde war zum 65JahrJubiläum der Realschule Maindreieck in Ochsenfurt zwar nicht angesetzt, aber Landrat Eberhard Nuss verstand es hervorragend seine Grußrede märchenhaft plastisch darzustellen.
Doch bevor es soweit war, fanden alle geladenen Gäste, vom Ministerium über den Landtag, den Bezirkstag bis zum regionalen Kreistag und Stadtrat, sowie Polizei und Kirche, aber auch die Vertreter der beteiligten Baufirmen einen toll dekorierten, ja auch eine bei der Sommerwärme angenehm kühl gehaltenen Veranstaltungsraum im Foyer der Schule vor, in Erwartung kurz gehaltener Reden und baldigst gereichten Erfrischungsgetränken. Letzteres blieb dann tatsächlich märchenhaft und wurde sogar noch mit einer Nachspielzeit kredenzt, was allerdings der Gesamtveranstaltung überhaupt keinen Abbruch tat, da die musikalischen Beiträge und Showeinlagen der Schüler und Lehrer das gesamte Programm überragend auflockerten.
Landrat Eberhard Nuß sah sich im märchenhaften Kampf gegen einen dreiköpfigen Drachen als Sieger und stellte fest, dass dieser Tag am 12. Juni ein guter Tag für Ochsenfurt und seine Realschule sei. Den besiegten Drachen mit drei Köpfen sah er im Kampf gegen eine zu dünn betonierte Betondecke über der Schwimmhalle, dem folgte ein viel zu lang andauerndes Beweissicherungsverfahren und zum Überfluss kam dann auch noch auf der Zielgeraden der Ärger mit den Fliesenarbeiten dazu.
Die Arbeiten ließen sich sehen und der Umbau in drei Akten, also Umbau des Ostgebäudes, Neugestaltung des Westabschnittes und Neubau der Sportstätten sei nunmehr Geschichte. Eine eigens für das Hallenbad angesetzte Feier wird wohl im Oktober stattfinden, gab der Landrat bekannt. Vor allem stellte er bei dem 21MillionenProjekt aber heraus, dass dies ein überwältigendes Bekenntnis zur Stärkung Ochsenfurts im südlichen Landkreis durch das 70köpfige Gremium des Kreistages gewesen sei.
Eine klare Botschaft kam im Anschluss dann auch von der Ministerialdirigentin im Kultusministerium, Elfriede Ohrnberger: „Wir vom Kultusministerium erzählen keine Märchen“, überbrachte die Grüße ihres Ministers, der zeitgleich die Interessen Bayerns in Berlin vertrat, und betonte: „Die Realschule am Maindreieck gehört nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den traditionsreichsten bayerischen Realschulen“. Die Schule habe die wesentlichen Entwicklungsphasen des Bayerischen Schul- und Bildungswesens nach 1945 mitgetragen und dadurch die Schulart „Realschule“ mitgeprägt. „1950 war die Staatliche Mittelschule für Knaben und Mädchen die erste Vertreterin einer neuen Schulart in ganz Unterfranken mit anfangs 84 Schülerinnen und Schülern.“
Heute werden in der Realschule am Maindreieck fast 600 Schüler in 22 Klassen von 46 Lehrkräften unterrichtet. Die Schule habe sich zu einer modernen Schule entwickelt, die in der Bevölkerung und bei den ansässigen Unternehmen vor Ort überaus geschätzt wird, stellte die Ministerialdirigentin fest.
Im Anschluss gab es ein Präsent in Form eines Förderbescheides in Höhe von einer Millionen Euro aus den Händen des Abteilungsdirektors der Regierung Unterfranken, Manfred Wetzel, den Landrat Eberhard Nuß gerne annahm. „Zuerst formt der Mensch das Gebäude, dann das Gebäude den Menschen“, zitierte Wetzel Winston Churchill.
Das treffe auf ein Schulhaus in besonderem Maße zu, so Wetzel, denn „ein Schulhaus ist als Lern- und Lebensraum der Ort, an dem junge Menschen ihre nachhaltigste geistige Prägung erfahren. Die räumliche Umgebung sei der „dritte Pädagoge“, der zum Lernen und Leben gleichermaßen einladen sollte. Dies sei mit dieser Baumaßnahme in vorbildlicher Weise umgesetzt und somit bestehen nun beste äußere Rahmenbedingungen für das Schulleben, schloss er seine Rede.
Emotionell gerührt stellte Architekt Reinhold Jäcklein vom Architekturbüro Volkach fest „Diesen Moment möchte ich gerne konservieren“. Etwas süffisant auch die Feststellung, dass für Teile des Gebäudes auch die Gewährleistung bereits abgelaufen sei. „Ich habe nicht erst heute festgestellt, dass wir hier was Gutes gemacht haben. Wenn man so sieht, wie die Schülerinnen und Schüler hier singen, Aufführungen zeigen und wie toll diese Aula für solche Veranstaltungen geeignet sei, erfüllt mich mit sehr viel Stolz“, ergänzte Reinhold Jäcklein im weiteren Verlauf seiner Rede.
Die planerische Herausforderung dieses Baus sei mit sieben verschiedene Ebenen sehr gut gelungen. Die dunklen Flure seien nun mit farblich unterschiedlich gestalteten Ruhe- und Bewegungszonen sowie kleinen Medienkuben gegliedert und mit indirekter Beleuchtung mit einem passenden Lichtkonzept versehen. Besonders freute sich aber der Architekt, dass das Gebäude zum geplanten Zeitpunkt und innerhalb des geplanten Kostenrahmens übergeben werden konnte.
Nach der Segnung des Gebäudes durch Domdekan Prälat Günter Putz und Pfarrer Thomas Volk die Grußworte der Schülermitverwaltung, des Elternbeirats, des Fördervereins und des Personalrates, welche sich allesamt bei allen Beteiligten für das gelungene Bauwerk bedankten. Zum Abschluss, praktisch in der Nachspielzeit des vorgegebenen Zeitrahmens, die Gruß- und Dankesworte von Pia Bundschuh, der Leiterin der Realschule Maindreieck, welche in Kürze den wohlverdienten Ruhestand antreten wird.
Sie hat den Sanierungs- und Erweiterungsprozess von Anfang an mitgestaltet und meinte: „Diese Schule hat sich durch diese Modernisierung und Erweiterung auf einen Veränderungsprozess eingelassen, der in die Zukunft weist“. In Hinblick auf die umfassende digitale Ausstattung betonte sie, dass heute wohl keine Lehrerin und kein Lehrer mehr den ActivboardStift mit der Kreide tauschen würden. Ihre Rede schloss sie mit den Worten: „Unser offizielles Schullogo „Realschule Maindreieck - wir liegen an der Spitze“ ist mit dieser hervorragenden Ausstattung und der langen Tradition der Schule für uns Ansporn, die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen optimal zu fördern, ihren Blick zu weiten, ihre Kompetenzen zu stärken, damit sie sich zu selbstsicheren Persönlichkeiten entfalten, die das Leben meistern, fähig und bereit sind, als mündige Bürger Verantwortung zu übernehmen und auch selbst in ihrem Leben Neues wagen“.
Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Schulchor unter der Leitung von Antje Eckhoff, von Sugar Beetz (Leitung: Nils Hübenbecker), von der HipHopGruppe (Leitung: Anna Puschner), einem Chor des Kollegiums (Leitung: Antje Eckhoff) sowie der MusicalGruppe der Realschule unter der Leitung von Antje Eckhoff und Jeanette Geiger.

Text und Bilder: Walter Meding

 

Freuten sich mit den Schülerinnen und Schülern über das neue Schulgebäude zur 65JahrFeier (von links) Horst Karch (Ministerialbeauftragter unterfränkischer Realschulen), Sonja FischerSeitz (stellv. Rektorin), Pia Bundschuh (Rektorin), Elfriede Ohrnberger (Ministerialdirigentin), Eberhard Nuß (Landrat), Volkmar Halbleib (MdL), Manfred Wetzel (Abeilungsue Schulgebäude zur 65JahrFeier (von links) Horst Karch (Ministerialbeauftragter unterfränkischer Realschulen), Sonja FischerSeitz (stellv. Rektorin), Pia Bundschuh (Rektorin), Elfriede Ohrnberger (Ministerialdirigentin), Eberhard Nuß (Landrat), Volkmar Halbleib (MdL), Manfred Wetzel (Abeilungsdirektor Reg. Ufr.) 

 
Bernsteinzimmer in der Hauptstraße eröffnet PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 17. Juni 2015 um 21:07 Uhr

Im Anwesen des ehemaligen Lottogeschäftes, Hauptstraße 4, in Ochsenfurt wurde zum 1. Juni ein neues Geschäft eröffnet, das sich ganz dem Angebot von BernsteinBilder und Schmuck verschrieben hat.
Vor sechs Monaten ist bei Victoria Vilgauc aus Kasachstan und Andrey Kalyuzhnyy aus Moldawien die Idee geboren worden, selbst einen Laden zu eröffnen und alles rund um Bernstein anzubieten. Die in diesem neu sortierten „BernsteinZimmer“ angebotenen Waren können montags bis freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr und von 14:00 bis 18:00 Uhr, sowie samstags von 10:00 bis 15:00 Uhr käuflich erworben werden.
Die für den in Urlaub befindlichen ersten Bürgermeister Peter Juks tätige zweite Bürgermeisterin Rosa Behon gratulierte den neuen Geschäftsleuten, sowie dem Vermieter und Stadtratskollege Joachim Beck und freute sich, dass damit wieder die Lücke eines Leerstandes in Ochsenfurt geschlossen werden konnte und übergab als Präsent eine Wanduhr mit dem Wappen der Stadt Ochsenfurt.

 Text und Bild: Walter Meding

 

 

Von links: Die zweite Bürgermeisterin Rosa Behon gratulierte Andrey Kalyuzhnyy und seiner Partnerin Victoria Vilgauc, sowie dem Vermieter Joachim Beck zur Geschäftseröffnung des „BernsteinZimmers“ im Anwesen des ehemaligen Lottogeschäftes, Ochsenfurt - Hauptstraße 4.

 
Mehr Zeit zusammen haben PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 17. Juni 2015 um 21:05 Uhr

Montagmorgen, der Sohn liegt im Bett und klagt über Bauchschmerzen. Hektik! Wer bleibt nun bei ihm zu Hause? Papa oder Mama? Wer kann seine geschäftlichen Termine heute am ehesten verschieben? Wer bringt nun die Tochter zur Schule? Kaum eine Familie, die eine solche Situation nicht kennt. Wie Familien geholfen werden kann, darüber wurde beim 14. „Forum Jugendhilfe“ des Kreisjugendamtes unter den rund 60 Teilnehmern lebhaft diskutiert.
Familien brauchen Geld. Deshalb müssen Papa und Mama arbeiten gehen. Familien brauchen aber auch Zeit. „Ohne Zeit ist Familie nicht möglich“, betonte Professor Helmut Schneider bei der von Landrat Eberhard Nuß am Mittwoch eröffneten Veranstaltung. Deshalb sollte Familie und Beruf möglichst gut zu vereinbaren sein, was trotz Gleitzeit nach wie vor oft nicht der Fall ist. Der Job kollidiert immer noch mit den Öffnungszeiten von Kita und Ganztagsschule, mit den Besuchszeiten beim Arzt und bei Behörden.
Die Problematik ist bekannt, allerdings geschah in den vergangenen Jahren zu wenig, um Familien in ihrer Zeitnot zu helfen. Dies wiederum liegt nicht unbedingt daran, dass die einzelnen Akteure, also Eltern, Arbeitgeber, Kommunen und Dienstleister, sich dagegen sträuben würden, etwas an der Situation zu ändern. Ein Grundproblem der bisherigen Debatte liegt laut Helmut Schneider darin, dass die diffus von allen Beteiligten empfundene, chronische Zeitnot nicht genau analysiert wurde. „Doch ohne fundierte Diagnose keine fundierte Therapie“, so der Wissenschaftler aus Berlin, der am 8. Familienbericht der Bundesregierung mitgewirkt hat.
Wenn man ehrlich ist, muss man ja auch zugeben: Es gibt durchaus Zeit. Zeit, die abends vor dem Fernseher, die mit einem Buch oder bei einem Stadtbummel verbracht wird. Nur wenige Familien sind in „absoluter Zeitnot“: Sie haben in Beruf, Familie und Ehrenamt, mit der Kindererziehung, der Pflege eines Angehörigen und als Vorstand im Verein so viel zu tun, dass die täglichen 24 Stunden nie ausreichen. Doch die Mehrheit der Familien findet schlicht keine gemeinsamen Zeitfenster. Das Kind benötigt wegen unklarer Hausaufgaben genau jetzt Zeit - wo man doch noch eine wichtige Besprechung absolvieren muss. Am Abend, wenn Mama und Papa Zeit hätten, liegt der Sohn bereits im Bett.
Familien, die fühlen, dass die Zeitnot eigentlich ein Mangel an gemeinsamer Zeit ist, tun Schneider zufolge gut daran, ihre Zeit besser zu „managen“. Vielleicht lässt sich ja der Arbeitgeber auf veränderte Arbeitszeiten ein? Vielleicht lassen sich wichtige Telefonate doch eher in den Abend verlegen? Oder muss eine Weiterbildung vor Ort absolviert werden? Ginge nicht auch ein eLearningKurs?
“Zeitsouveränität“ lautet hierzu das Stichwort. Kinder haben diese Zeitsouveränität nicht. Sie müssen zu bestimmten Zeiten in der Schule sein. Erwachsene haben oft größere Möglichkeiten, ihre Zeit so einzuteilen, dass zumindest etwas mehr gemeinsame Familienzeit möglich wird. Auch kann sich Zeit effizienter nutzen lassen. So kann man auf der Zugfahrt dösen. Oder etwas erledigen, was ohnehin ansteht.
Der Landkreis DonauRies gehört in Sachen „Kommunaler Familienzeitpolitik“ zu den Vorreiterkommunen in Bayern. In „Zeitwerkstätten“ entwickelten die Bürgerinnen und Bürger gute Ideen, wie es gelingen könnte, dass Eltern und Kinder mehr Zeit gemeinschaftlich verbringen können. Oft waren es Kleinigkeiten, die auf große Resonanz stießen. „Wir richteten zum Beispiel eine Plattform mit allen Terminen von Flohmärkten und Kinderkleiderbasaren im Landkreis ein“, berichtete Familienbeauftragter Günther KathederGöllner. Das klingt unspektakulär. Hilft vielen Familien jedoch, weil sie nun nicht mehr mühsam Zeitungen und Anzeigenblätter nach Terminen durchschauen müssen.
Beim anschließenden WorldCafé wurden diese und viele weitere Ideen lebhaft diskutiert. Die Teilnehmer des Forums Jugendhilfe könnten sich gut vorstellen, eine solche Plattform auch im Kreis Würzburg zu installieren. Außerdem wäre es in ihren Augen gut und zeitsparend, wenn sämtliche Ferienangebote gebündelt auf der Homepage des Landkreises abrufbar wären.
Nähere Informationen zum Thema: www.kreisjugendamtwuerzburg.de oder Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .
Das nächste „Forum Jugendhilfe“ findet am 26. November 2015 zum Thema „Cybermobbing“ statt.

 

 

Beim „Forum Jugendhilfe“ wurde lebhaft über Zeit für und in Familien sowie Wege hin zu einer kommunalen Familienzeitpolitik im Landkreis Würzburg diskutiert mit (v.re.). Landrat Eberhard Nuß, Kreis- und Bezirksrätin Elisabeth Schäfer, Familienbeauftragten Klaus Rostek, der stellvertretenden Landrätin Christine HauptKreutzer, Günter KathederGöllner(LRA DonauRies), Prof. Dr. Dr. Helmut Schneider(Berlin) und Kreisjugendamtsleiter Hermann Gabel.                         Bild: Kreisjugendamt Würzburg

 
Pfingstritt mit Hindernissen PDF Drucken E-Mail
Freitag, 05. Juni 2015 um 16:12 Uhr

Der Pfingstritt 2015, so schön wie er sich für Außenstehende anmutet, entwickelte sich zu einem Hindernisparcours per excellence. Schon in der Mainuferstraße parkten in der nicht vollständig  mit Halteverbotsschildern ausgezeichneten Route des Festzuges Fahrzeuge, sodass der Festzug auf eine Spur eingeengt wurde.
Die Einteilung von verantwortlichen Personen des Pfingstritts mit markanten Erkennungswesten hätten mit einem freundlichen Hinweis verhindern können, dass Touristen, Schaulustige und politische Mandatsträger ihre Fahrzeuge dort abgestellt hätten.
Das nächste Hindernis hatte tatsächlich niemand zu verantworten, war es doch der starke Regenschauer, der nicht nur den Festzug massiv bewässerte, ohne dass der für Pferde übliche Wassergraben übersprungen werden musste.
Das wohl größte Hindernis kam aber dann zum Tragen, als es darum ging, die um den Festzug tätigen Personen, wie gewohnt, zu verköstigen, nämlich in Form von Verzehrgutscheinen im Festzelt. Das fiel heuer für einen bestimmten Teil der Helferinnen und Helfer völlig flach, wäre da nicht eine Privatperson eingesprungen, um auch dieses Dilemma auszuräumen.
Letzteres hält aber zumindest hinter vorgehaltenen Händen bis heute an und wird heftig diskutiert und war auch Anlass für diese Redaktion zur Nachfrage, die folgendes ergab:
Zuständig für den Pfingstritt war in diesem Jahr der „alte“ Verkehrsverein, also der „Verkehrsverein Ochsenfurt und Umgebung e. V“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Ochsenfurt. Für diesen Verkehrsverein hat sich Gerd Wingenfeld bereit erklärt, wie er selbst ggü. HalloMaintal erklärte, die Organisation des Pfingstrittes zu übernehmen. Die Einladungen für die Kutschen und die Ehrengäste liefen über die Stadt Ochsenfurt. Da über die schriftliche Einladung aber nur sieben Anmeldungen  zurückkamen, hat Gerd Wingenfeld nachtelefoniert, wie er im weiteren Verlauf des Gesprächs informierte.
Die Anwesenheit der Kutschen sei kein Selbstläufer, da die Betreiber für deren Auftritt am Pfingstritt auch entlohnt werden, das heißt, der Auftritt der Kutschen am Pfingstritt läuft gegen eine Gebühr, welche schon immer von der Stadt Ochsenfurt und dem Verkehrsverein aufgebracht wurde. Auch die Reiter bekommen einen kleinen Obolus in Form einer Plakette und einen Verzehrgutschein beim Reit- und Fahrverein St. Wolfgang aus demselben Topf.
Und genau diese Verzehrgutscheine gab es dann auch für all die anderen Helferinnen und Helfer wie Polizei, BRK, THW usw. Diese Ausgaben wurden heuer vom Bürgermeister Peter Juks nicht genehmigt, wie Gerd Wingenfeld ohne Wenn und Aber mitteilt. Diese Absage der Kosten bekam dann auch genau dieser Personenkreis mit, als Gerd Wingenfeld das Stadtoberhaupt befragte, so dass diese Angelegenheit auch öffentlich wurde.
Auf die Frage, wie das mit diesen Bons in der Vergangenheit gelaufen sei, erklärte Wingenfeld, dass diese bisher von allen Vorgängern vor Peter Juks, zumindest von Wesselowsky und Friedrich, übernommen wurden.
Dennoch möchte der Organisator nicht alles schlecht reden. Die Veranstaltung war einmal mehr ein sehr gelungenes Highlight für die Stadt Ochsenfurt. Trotz des Regens, oder auch deswegen, war gerade das Unterbringen in der Wolfgangs Kirche aller Beteiligten das besondere Highlight. Dass dann allesamt unter der musikalischen Begleitung der Eichelseer Musikanten und der Gollachgau Musikanten aus Uffenheim das Frankenlied anstimmten wurde als besonders tolles Erlebnis aufgenommen. Die Männer vom THW, vom BRK und von der Feuerwehr haben im Anschluss die Trachtler und Fußgänger sogar mit Mannschaftstransportwagen ins Zelt gefahren, was schon für diese Aktion mit Verzehrbons hätte belohnt werden sollen, womit wir wieder beim Anfang des Hindernisritts 2015 angekommen wären.
Und wie sieht Bürgermeister Peter Juks den Sachverhalt? „Mir war nicht bekannt, ob diese Bons von meinen Vorgängern aus der Privatschatulle oder aus der Stadtkasse finanziert wurden? Ich sehe die Ausgabe dieser Verzehrbons eher als Symbolik den Helferinnen und Helfern gegenüber und ich persönlich hatte die Ausgabe von Verzehrbons an Personen, die im Anschluss nicht im Zelt erscheinen, gar nicht auf dem Schirm. Auf jeden Fall habe ich diesen Punkt auf unserer Checkliste für den nächsten Ritt aufnehmen lassen, so dass dies nicht mehr passiert. Sollte sich dieses Missverständnis aufklären, bin ich gerne bereit, die entstandenen Kosten an die mir noch nicht bekannte Privatperson zu ersetzen. Im Zelt selber habe ich den verantwortlichen Personen des Trachtenvereins mitgeteilt, auf einer Liste zu notieren, was die aktiven Teilnehmer des Pfingstrittes verzehrt haben, um diese dann zu begleichen. Erst durch die öffentliche Diskussion ist mir bewusst geworden, dass nicht alle Beteiligten, wie BRK, THW usw. im Anschluss des Rittes auch das Zelt besuchen und so nicht in den Genuss von freien Getränken und Speisen kommen“.
Insgesamt nahmen am Pfingstritt 15 Kutschen, 50 Pferde und viele Ochsenfurter Vereine mit ihren Fahnenabordnungen und Fußgruppen teil. Angeführt wurde der Zug von Diakon Markus Giese als „Pfarrer zu Pferd“ und den Ministranten der Pfarrgemeinde St. Andreas. Den Segen an der St. Wolfgangs Kirche erteilte Pfarrer Oswald Sternagel.

 Text und Bild: Walter Meding

 

 

Als „Pfarrer zu Pferde“ führte Diakon Markus Giese den diesjährigen Pfingstritt an.

 
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